Lebenslauf

Hier stelle ich meinen Lebenslauf in schriftlicher Form ein. ( Eine grafische Darstellung findet sich -> HIER oder als direkter Link -> HIER ) Durch die zahlreichen Klinikaufenthalte und den damit verbundenen Formalitäten habe ich irgendwann angefangen, diese Daten zusammen zu tragen. So konnte ich den Anmeldebögen jeweils den ( ausführlicheren ) Verlauf beilegen.Ich verzichte auf Namensnennungen  beteiligter Personen solange mir keine ausdrückliche Erlaubnis dazu vorliegt. Ich werde auf den folgenden Seiten noch im Einzelnen auf einige Ereignisse eingehen.

29.05.1960 bis 01.08.1967

Kindheit

Kindheit. Traumatische Erfahrungen.





01.08.1967 bis 31.07.1971

Grundschule

Grundschule. Lernschwierigkeiten.





01.08.1971 bis 31.07.1979

Gymnasium

Gymnasium. 2 Ehrenrunden. Abgang nach 10. Klasse. Weitere traumatische Erfahrungen.





01.08.1979 bis 31.07.1982

Ausbildung Elektriker

Ausbildung zum Elektriker





01.08.1982 bis 31.07.1983

Fachabitur

Fachoberschule, Fachabitur





01.05.82

Feste Bindung

Lerne meine spätere Frau kennen / Gemeinsame Wohnung ab Anfang 83





01.09.1983 bis 31.07.1987

1. Studium Elektrotechnik

Fachhochschule. Abbruch nach 8 Semestern. Zunehmende Alkoholprobleme, die letzen 4 Semester nur noch nominell Student, Nebenjobs





09.10.1985

Geburt Annika

Geburt unserer Tochter





01.08.1986 bis 31.07.1989

Arbeit als Elektriker

Beschäftigung als Elektriker. Montage.





01.09.1988 bis 01.03.1989

Therapie Alkoholsucht

Psychiatrieaufenthalt, Entgiftung, anschließend Suchttherapie Alkohol





01.09.1989 bis 31.08.1993

Fortsetzung Studium

Fortsetzung Elektrotechnik-Studium, Abschluss Dipl.-Ing. (FH) für Elektrotechnik





27.10.1989

Hochzeit

Hochzeit





15.03.1990

Geburt Nico

Geburt unseres 1. Sohnes





01.11.1994 bis 14.03.1997

Anstellung als Ingenieur

Anstellung in Ing.-Büro f. Elektrotechnik, Fachplanung für elektrische Anlagen





28.05.1995

Geburt Janni

Geburt unseres 2. Sohnes





19.03.1997 bis 01.12.1999

Selbständig

Selbständig, eigenes Ing.-Büro, Fachplanung elektrischer Anlagen





10.04.1999

Suizid meines Vaters

Suizid meines Vaters





21.04.1999 bis 20.05.1999

Psychiatrie

Quakenbrück: Zusammenbruch, schwerer Burnout mit Depressionen, Krankenhaus und 4 Wochen Psychiatrie





01.12.1999 bis 16.04.2000

Ende der Selbständigkeit

Aufgabe der Selbständigkeit. Therapieaufenthalt mit Behandlung auf Burnout / Depressionen





17.04.2000 bis 31.12.2001

Lehrgang Automatisierungstechnik

12-monatige Fortbildung Automatisierungstechnik, Übernahme als Angestellter nach dem Lehrgang





01.01.2002 bis 01.03.2007

Arbeit als Programmierer und Inbetriebnehmer

Anstellung, Programmierung und Inbetriebnahme von Industrieanlagen. Ab Mitte 2004 wieder depressive Schübe.





15.02.2005 bis 29.03.2005

Therapie ADHS

Bad Bodenteich: 6-wöchige Therapie in der Seepark-Klinik. Behandlung auf ADHS im Erwachsenenalter und Depressionen. Medikamentöse Einstellung auf Ritalin.





26.01.2007 bis 09.03.2007

Zusammenbruch, Psychiatie

Osnabrück: Probleme im Betrieb, meine Frau will sich trennen. Zusammenbruch,  Depressionen, Psychiatrie





10.03.2007 bis 15.08.2007

AU und Kündigung

Arbeitsunfähigkeit. Kündigung durch Arbeitgeber. Trennung von meiner Frau. Mein ältester Sohn entwickelt Depressionen.





16.08.2007 bis 24.10.2007

Therapie Bad Bramstedt

Therapieaufenthalt in der Psychosomatischen Klinik Bad Bramstedt. Behandlung auf Depressionen und ADHS im Erwachsenenalter. Zusätzliche Diagnosen Borderline-Persönlichkeitsstörung und Dystymia.





24.10.2007 bis 31.12.2007

Trennung

Rückkehr in unser gemeinsames Haus, das von meiner Familie und meiner Mutter bewohnt wird. Meine Frau und ich treffen die Absprache, das ich im Falle einer steigenden spürbaren emotionalen Belastung für die Übergangszeit eine andere Bleibe suchen werde. Auszug meiner Frau zum 01.03.2008. Mein Sohn geht in eine betreute WG. Bewohne alleine mit meiner Mutter das Haus. Zunehmender Missbrauch von Ritalin und anderen Stimulanzien.





18.02.2008 bis 28.02.2009

Anstellung Onlinehandel

Osnabrück: Anstellung, EDV und Internetprogrammierung. Betriebsaufgabe, Kündigung.





01.02.2009 bis 31.03.2009

Burnout, Depressionen, Psychiatrie

Osnabrück: Psychiatrie, schwere Depressionen.





24.02.2009 bis 01.12.2009

Wartezeit auf Therapie

Wartezeit auf einen Therapieplatz in Bad Bramstedt. Große finanzielle Probleme. Sehe für mich in beruflicher Hinsicht kaum noch Perspektiven. Starker Missbrauch von Ritalin und anderen Stimulanzien





01.12.2009 bis 18.02.2010

Therapie Bad Bramstedt

Therapie in der Schön Klinik Bad Bramstedt. Behandlung auf Borderline Persönlichkeitsstörung und Entzug von Ritalin. Erklärtes Therapieziel ist die Abstinenz vom Ritalin. Seit dem Entzug kein Stimulanzienmissbrauch mehr. Lerne in der Therapie Partnerin kennen. Mit den Therapeuten wird Fortsetzung der Therapie nach einem Jahr vereinbart.





19.02.2010 bis 05.09.2010

Sozialassistenz AWO

Neuenkirchen: Mittlerweile bewohnen meine Tochter mit Familie, meine Mutter und ich das Haus. Versuch, auf diesem Wege, die finanzielle Belastung zu tragen. Die Ehe meiner Tochter scheitert jedoch. Wir müssen das Haus verkaufen. Habe bereits in der Therapie eine Sozialassistenz beantragt. Werde im angegebenen Zeitraum von der AWO betreut. 2- 3 Besuche pro Woche mit Gesprächsterminen usw. Beantrage gesetzliche Betreuung für die Sicherung des Lebensunterhalts und den Umgang mit Ämtern und Behörden. Bin aufgrund extremster Stimmungsschwankungen und depressiven Schüben nicht in der Lage, angemessen zu agieren.





21.03.2010 bis 05.09.2010

Gesetzliche Betreuung

Neuenkirchen: Erhalte eine Betreuung zur Regelung der finanziellen Probleme und zur Unterstützung im Umgang mit Banken, Ämtern und Behörden.





15.06.2010 bis 16.07.2010

Tagesklinik

Osnabrück: Aufenthalt in der Tagesklinik des AMEOS-Klinikums Osnabrück. Dieser wurde ebenfalls in der vorhergehenden Therapie als unterstützende Maßnahme zur Stabilisierung besprochen.





01.07.2010

Scheidung

Scheidung





01.08.2010 bis 05.09.2010

Ende Neuenkirchen

Räumung des Hauses, Umzug meiner Mutter und Tochter. Ich ziehe nach Schweringen in gemeinsame Wohnung mit meiner Partnerin.





05.01.2011 bis 23.02.2011

Therapie Bad Bramstedt

Schön Klinik Bad Bramstedt: Fortsetzung der Behandlung mit Schwerpunkt auf die ADHS-Symptomatik. Da das Ritalin als Hilfsmittel entfällt, leide ich seit dem Entzug wieder stark an den Symptomen. Werde als nicht erwerbsfähig entlassen.





02.03.2011 bis 31.12.2011

Rückfall

Schweringen: Zunehmende Depressionen. Kurzer Rückfall mit Alkohol und Amphetaminen, fange mich jedoch wieder. Die Wohnung ist zu groß und zu teuer, Probleme mit dem Sozialamt





01.01.2012 bis 31.12.2012

Hoya, 1€ Job, Depressionen

Umzug in kleine Wohnung nach Hoya. Ab 01.04.2012 1€ Job. Im Laufe des Jahres zunehmende Depressionen. Im August werde ich wieder krank geschrieben und kann den Job nicht weiter führen. Zunehmende Spannung in der Beziehung und Entfremdung. Trennung in Freundschaft.





24.10.2012 bis 04.12.2012

Therapie Bad Münder

Klinikaufenthalt in der Akutpsychosomatik Bad Münder zur Stabilisierung. Lerne in der Therapie Theresa kennen.





01.01.2013 bis 01.02.2014

Antrag Leistungen zur Teilhabe

Lebe alleine in Hoya, fahre öfters nach Hildesheim oder Theresa kommt zu mir. Stelle Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben, mit der Hoffnung, mich über die Maßnahme weiter zu stabilisieren. Antrag auf medizinische Rehabilitation wird zunächst abgelehnt, ich lege Widerspruch ein.





18.10.2013

Begutachtung Rentenversicherung

Achim b. Bremen: Begutachtung im Auftrag der deutschen Rentenversicherung.





16.01.2014

Bescheid Widerspruch RV / Neuer Antrag

Hoya: Mein Widerspruch wird abgelehnt, mit dem Vermerk, das für mich Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben in Frage kommen könnten. Toll. Genau das, was ich ursprünglich beantragt und angefragt habe.  Am 03.02.2014 stelle ich den entsprechenden Antrag.





29.03.2014

Bescheid Rentenversicherung

Hoya: Bescheid der Rentenversicherung, Angebot zur Teilnahme an einer Belastungserprobung.





15.10.2014 bis 25.11.2015

Belastungserprobung

Saarbrücken: Belastungserprobung ATZ Saarbrücken. Nach Abschluss der Maßnahme werde ich als „arbeitsfähig“ eingestuft, die Bewilligung der „Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben“ werden empfohlen.





26.01.2015

Bescheid LTA

Hoya: Bescheid der Rentenversicherung, Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben werden bewilligt.





19.03.2015

Erstgespräch Reha-Beratung

Verden: Erstgespräch mit der Reha-Beraterin der Rentenversicherung. Verabredung einer 4-wöchigen Abklärungsmaßnahme im Juli 2015.




29.06.2015 bis 24.07.2015

Belastungserprobung bfw Verden

Verden: Belastungserprobung beim Berufsförderungswerk Friedehorst (bfw), Zweigstelle Verden.

Kommentar:
4-wöchige Belastungserprobung. Kleine Gruppe von 8 Leuten. Läuft ähnlich wie im ATZ Saarbrücken. Dient wohl dazu, die Leute kennenzulernen, zu beurteilen und die weiteren Maßnahmen einzuleiten. In meinem Fall wird als nächstes die PAS-Maßnahme (-> HIER ) empfohlen.



09.11.2015

Bewilligung PAS Maßnahme

Schreiben der Rentenversicherung mit Bewilligung der PAS-Maßnahme (siehe -> HIER).

Kommentar:
Auszug aus dem Schreiben:

Sehr geehrter Herr Gartmann,
auf ihren Antraq vom 22.01.2015 bewilligen wir ihnen als Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben folgende Integrationsmaßnahme: Hierbei handelt es sich um eine PAS Maßnahme. Sie dauert voraussichtlich 6 Monate und wird in folgender Einrichtung durchgeführt: BFW, Am Allerufer 7 22283 Verden (Aller). Die Teilnahme erfolgt als Pendler. Der Beginn der Leistung wird Ihnen rechtzeitig mitgeteilt.

Die eigentliche Maßnahme beginnt mit dem Praktikumsbeginn.



18.02.2016 bis 16.08.2016

1.Praktikum

Praktikum Web- und Mediendesign.

Kommentar:
Auf Bewerbungen im Bereich Elektrotechnik erfolgten nur Absagen. Dann habe ich mich in einer Werbeagentur beworben und meine Website als Referenz angegeben. Eine Woche später hatte ich den Praktikumsplatz. Ich bin froh und dankbar, dass es Menschen gibt, die über den Tellerrand schauen und mir mit meiner Vita eine Chance geben. Mein Beispiel sollte all denen Mut machen, die in einer ähnlichen Situation sind wie ich. Seid ihr selbst, seid authentisch und gebt nicht auf.Ein dickes DANKE an Martina, Clemens und Tim !



18.08.2016 bis 18.10.2016

2.Praktikum

Praktikum Technische Dokumentation




27.3.2017 – 23.6.2017

bfw Friedehorst Bremen-Lesum

Kursus Schaltschrankverdrahter

Kommentar:
Es tut gut, an den Ursprung zurückzukehren. Die Unterrichtsinhalte werden flexibel gestaltet, so dass ich Defizite im Bereich der Elektro- und SPS Technik aufarbeiten kann.



seit 27.6.2017

Jahresvertrag

Technische Dokumentation

Kommentar:
Der Kreis hat sich geschlossen. Ich arbeite wieder in der Firma, in der ich bereits von 2002 bis 2007 tätig war. Ich habe einfach angeklopft und gefragt. Die Rentenversicherung bezuschusst meine Anstellung. Es fühlt sich sehr gut an, wieder aktiv tätig zu sein. Nochmals Dank an alle, die ich auf meinem Weg getroffen habe !


Ich habe hier eine Karte hängen, die mir jemand in einer der Therapien geschenkt hat:

„Wenn du 7-mal umfällst, so stehe 8-mal wieder auf“

Das trifft es. Aufgeben ist nicht. Es geht weiter, und es lohnt sich weiter zu machen.

5 Kommentare

  1. Dankeschön ! Ich habe seeehr lange überlegt, wie viel ich preisgebe. Andererseits habe ich nichts zu verlieren. Vielleicht hilft mein Beispiel ja auch dem ein oder anderen. (siehe auch „Motivation“ im Seitenmenü )

  2. Wow, Hut ab! Ein Mann, der so klar und strukturiert reflektiert. Das kennt man sonst eher von Frauen. Ein hartes Leben, aber eines, das es sich zu leben lohnt! Ich bleib Dir auf den Fersen! 🙂

  3. ….. jetzt fühle ich mich verfolgt :-). Stimmt, es lohnt sich das Leben zu Leben. Gute Zeiten und schlechte Zeiten, aushalten oder genießen. War nicht immer einfach, aber ich habe Hilfe bekommen, als ich die brauchte. Und es schärft den Blick für das Wesentliche…

  4. Lieber Ralf,
    ich hatte Anfang 2000 das Gefühl von Dir etwas Positves zu bekommen, vielleicht zu lernen. Bei der Sichtung Deiner Seite kann ich sagen, dass ich das auch heute noch habe. Danke!

    Und ja: Das angebrochene Leben wird gefälligst aufgebraucht! Irgendwie.

    Mit den wirklich besten Grüßen.

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