Home, Sweet Home

Ich bin wieder in Hoya. Habe gerade 20 Minuten meditiert, auf meinem Stammplatz. Fühlt sich gut an. Ich bin schon um 6:00 Uhr wach geworden, entsprechend der Gewohnheit der letzten Wochen. Es ist ein gutes Gefühl, nicht mehr an die Zeiten des ATZ gebunden zu sein 🙂 . Schade ist nur, das ich jetzt selber für mein Frühstück und die anderen Mahlzeiten sorgen muss 🙁 .

Hier hat sich nichts verändert. Meinen Pflanzen geht es gut, keinen Stress durch unvorhergesehene Post, dank der sorgsamen Pflege durch meine sehr netten Nachbarn. Nochmal ein fettes DANKESCHÖN an Sabine und Harald.

Um mich herum herrscht noch ein leichtes Chaos, ich habe gestern nur die notwendigsten Dinge aus dem Gepäck gezerrt, war ziemlich platt. Gestern und vorgestern konnte ich die Erschöpfung spüren, die die Belastungserprobung hinterlassen hat. Ich werde die kommenden Tage zur Regeneration nutzen, langsam Ordnung schaffen, laufen, meditieren und schlafen, wenn es notwendig ist. Meine ToDo-Liste für die nächste Zeit erstellen und schreiben.

Ich hatte ursprünglich vor, anhand von Tagebucheinträgen meinen Aufenthalt in Saarbrücken zu dokumentieren. Durch die mäßige Internetverbindung und der Notwendig den Speisesaal aufzusuchen, ist daraus nichts geworden. Ich habe an einigen Abenden nur Offline ein paar Notizen gemacht, die ich aber nach und nach aufbereiten und rückwirkend in den / das / wie auch immer / Blog stellen werde. Heute oder morgen werde ich mein persönliches Fazit schreiben, solange die Eindrücke noch frisch sind.

Beim Anblick meines Kalenders wird mir deutlich, wie lang die sechs Wochen objektiv waren. Subjektiv habe ich jetzt das Gefühl, überhaupt nicht abwesend gewesen zu sein. Daher auch wohl der Spruch “ Home, Sweet Home“. Ich habe mir hier eine Umgebung geschaffen, in der ich mich wohlfühle, ohne große Außenreize und Ablenkungen. Hier ist es einfach, zur Ruhe zu kommen. Alles ist gewohnt und vertraut. Ich muss an einige Ankünfte aus anderen Therapien denken. Bei denen hatte ich das Gefühl, auf einen fahrenden Zug zu springen, wobei mir fast der Arm abgerissen wurde.

Es wird auch dieses Mal größere Veränderungen geben, auf die ich mich aber freue, und denen ich recht gelassen entgegen sehe. Alles mit Ruhe angehen. Das habe ich mir wohl verdient.

Die Sonne steht tief, das Licht ist hart, es ist kalt draußen. Die Heizung ist an, in der leicht ausgekühlten Wohnung wir es allmählich warm. Der Kühlschrank ist voll, habe ich gestern noch erledigt. Mir geht es gut.