Beobachtungen zum Hyperfokus

Als Erweiterung zum vorherigen Beitrag mal einige Beobachtungen zu meinem augenblicklichen Zustand. Ich erlebe seit 3 Tagen den mir gut bekannten Zustand der Übererregung verbunden mit einer sehr positiven Gefühlslage. Laut Dr. Winkler ( ADHS-Therapie  ) wir der hervorgerufen durch ein „Zündung des Gehirns“. Auslöser ist bei mir die Umsetzung der Idee zur Timeline (-> HIER ).

Ich habe gerade meditiert und musste feststellen, das ich nur sehr schwer auf die Atmung fokussieren konnte. Zu viele Gedanken zum Thema, verbunden mit einer starken innerer Unruhe. Die geplante 47 minütige Sitzung habe ich auf 20 Minuten verkürzt. Die Herzfrequenz ist gegenüber den ruhigen Sitzungen erhöht, auch wohl verbunden mit meinem erhöhten Kaffee- und Nikotinkonsum, welcher symptomatisch ist in diesen Phasen.

Ich weiß nicht, welche Botenstoffe im Einzelnen gerade im Übermaß mein Gehirn fluten, aber die Wirkung ist bemerkenswert. Leichte Euphorie und erhöhter Tatendrang. In der Vergangenheit suchte ich diesen Zustand. Nach dem Abklingen kam dann meist das Loch, in dem Physis und Psyche ihre Tribut forderten. Missbrauch der körpereigenen Substanzen, Sucht.

Ohne die Möglichkeiten der Selbstreflexion und der Steuerung war dies in der Vergangenheit eines meiner Hauptprobleme, die mich immer wieder aus der Bahn geworfen haben. Jetzt habe ich die Werkzeuge um damit umgehen zu können, ich merke aber auch, wie verführerisch es ist, mich weiter zu pushen und den Zustand aufrecht zu erhalten.

Auf der anderen Seite ist die Möglichkeit zur Hyperfokussierung eine große Ressource der ADHS’ler und kann gewinnbringend genutzt werden. Ich muss aber die Gefahr im Auge behalten und mich entsprechend  verhalten. Die Dosis macht das Gift.

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