Lesen und ADHS

Bücher haben immer eine große Rolle in meinem Leben gespielt. Meist lese ich ziemlich chaotisch. Mehrere Bücher auf einmal, d.h. ich springe hin und her, je nach Befindlichkeit und aktueller Interessenlage.

Zur Entspannung dienen Romane, viel aus dem Genre „Science Fiction“.  Lesen hilft mir, „Ruhe im Kopf“ zu bekommen. Ich habe mir irgendwann antrainiert, mich in Bücher zu versenken. Es kann sein, dass ich die ersten Seiten mehrfach lesen muss, da ich den Inhalt durch mein „Kopfkino“ fast sofort wieder vergessen habe. Und manchmal vergesse ich auch zwischendurch Teile des Gelesenen. Das Gute an Büchern ist, dass ich zurück blättern kann. Wenn ich dann entsprechend fokussiert bin, führt Lesen zu einem sehr angenehmen Zustand der inneren Ruhe.

Dagegen ist die Beschäftigung mit anspruchsvollerer Literatur ( bei mir  ) immer verbunden mit einem erhöhten Energieaufwand, um fokussiert am Thema zu bleiben. Nach meiner Erfahrung ist dies ADHS bedingt. Unter Ritalin funktionierte das wesentlich besser. Ohne Hilfsmittel brauche ich dann auch eine entsprechende Umgebung, d.h. möglichst reizarm und ruhig. Im Rückblick habe ich immer schon gerne Nachts gearbeitet. Und  schwierige Inhalte sollten möglichst ausgeruht in Angriff genommen werden.